Das Thema „IGeL-Leistungen“ ist anscheinen unerschöpflich und immer noch Anlaß für Mißverständnisse. Erneut veröffentlicht eine Patientin eine Bewertung auf Jameda mit der unzutreffenden Behauptung, ich hätte sie „heftig kritisiert“, weil sie keine IGeL-Leistung wollte und ihr vorgeworfen, sie müsse für ihre Gesundheit „gefälligst was draufzahlen“.

Die Bewertung und meine Stellungnahme sind im Folgenden als Screenshot abgedruckt:

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Gemessen an der verbal ziemlich massiven Kritik ist die Notenbewertung erstaunlich gut! Auch betont die Patientin, sie sei grundsätzlich mit mir zufrieden. Dann erwähnt sie einen sicherlich lange zurückliegenden Vorfall (ich hatte seit langer Zeit keine derartige Diskussion!) und konstatiert: „Das geht meiner Meinung nach gar nicht!“

Ganz abgesehen von den inhaltlichen Ungenauigkeiten und dem sachlich falschen Zitat „gefälligst“ (eine solche Formulierung würde ich niemals gebrauchen!):

Mit mir „grundsätzlich zufrieden“ sein und dann eine solche Bewertung auf Jameda posten – das ‚geht meiner Meinung nach gar nicht‘!

Eine solche Bewertung könnte schreiben, wer meine Praxis ohnehin verlassen und den Arzt wechseln will. Mit Vertrauen und Zusammenarbeit ist dies unvereinbar. Ich verweise auf meine Serie „Problematisches Patientenverhalten“ Teil 1-3 in diesem Blog und auf meine „Grundsätze zur guten Zusammenarbeit“ auf meiner Praxis-Homepage.

Eine Patientin, die wirklich „grundsätzlich zufrieden“ ist, würde eine Unstimmigkeit dieser Art in unserer Praxis mir bzw. spätestens meinen Mitarbeiterinnen gegenüber ansprechen und mir die Chance einer Klärung geben.

Über eventuelle Reaktionen auf meinen Beitrag und auf meinen Kommentar bei Jameda werde ich natürlich berichten.