Frauenarzt Miltenberg

Blog für Frauengesundheit und moderne Präventionsmedizin

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 2)

Die Praxis ist ab dem 01.09.2018 Dienstag Vormittag nicht mehr besetzt.

Wegen personeller Umtrukturierung kann die Öffnung der Praxis am Dienstagvormittag, an dem schon seit Jahren keine Sprechstunde stattfindet, nicht mehr aufrechterhalten werden. Wir sind wie gewohnt ab 14.00 Uhr nachmittags in der Praxis. Bei der Planung von Terminvereinbarungen und Rezeptabholungen bitten wir dies zu berücksichtigen.

Ebenso kann es bei Telefonanrufen in der Praxis zu Verzögerungen kommen, wenn zeitweise nur eine Arzthelferin in der Praxis ist. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Neue Datenschutzhinweise aufgrund der DSGVO

 

 

 

 

Aufgrund der neuen Gesetzeslage der DSGVO seit dem 25.05.2018 haben wir die Datenschutzerklärung für die Praxishomepage und den Blog angepasst. Sie finden nachfolgend den aktualisierten Text.

Datenschutz­erklärung

Die Verarbeitung personenbezogener Daten, beispielsweise des Namens, der Anschrift, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einer betroffenen Person, erfolgt im Einklang mit den Erfordernissen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und in Übereinstimmung mit den für uns geltenden landesspezifischen Datenschutzbestimmungen (DSAnpUG-EU / BDSG) . Mittels dieser Datenschutzerklärung möchten wie Sie über Art, Umfang und Zweck der von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten informieren. Ferner werden Sie mittels dieser Datenschutzerklärung über die ihnen zustehenden Rechte aufgeklärt.

Im Allgemeinen ist es für die Nutzung unserer Internetseite nicht erforderlich, dass Sie personenbezogene Daten angeben. Um im Einzelfall jedoch unsere Services anbieten zu können, benötigen wir ggf. Ihre personenbezogenen Daten, zum Beispiel bei der Zusendung von Informationsmaterial sowie auch für die Beantwortung individueller Anfragen oder Anmeldung zu unseren Online- Services. Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich und besteht für eine solche Verarbeitung keine gesetzliche Grundlage, holen wir generell die Einwilligung der betroffenen Person ein.

Wir haben zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, um einen möglichst lückenlosen Schutz der über diese Internetseite verarbeiteten personenbezogenen Daten sicherzustellen.

Name und Anschrift des Verantwortlichen
Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und des DSAnpUG-EU / BDSG und anderer Bestimmungen mit datenschutzrechtlichem Charakter ist:

Praxis
Dr. med. Joachim Stein
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Miltenberger Str. 23
63927 Bürgstadt
Deutschland

Telefon: +49(9371)6081
Telefax: +49(9371)65668
E-Mail: praxis@frauenarzt-buergstadt.de

Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten

Soweit wir für Verarbeitungsvorgänge personenbezogener Daten eine Einwilligung der betroffenen Person einholen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. a EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als Rechtsgrundlage. Bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die zur Erfüllung eines Vertrages, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, erforderlich ist, dient Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO als Rechtsgrundlage. Dies gilt auch für Verarbeitungsvorgänge, die zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich sind. Soweit eine Verarbeitung personenbezogener Daten zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist, der unser Unternehmen unterliegt, dient Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO als Rechtsgrundlage. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage. Ist die Verarbeitung zur Wahrung eines berechtigten Interesses unseres Unternehmens oder eines Dritten erforderlich und überwiegen die Interessen, Grundrechte und Grundfreiheiten des Betroffenen das erstgenannte Interesse nicht, so dient Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO als Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.

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Wir verarbeiten und speichern personenbezogene Daten nur für den Zeitraum, der zur Erreichung des Speicherungszwecks erforderlich ist oder sofern dies durch den Europäischen Richtlinien- und Verordnungsgeber oder einen anderen Gesetzgeber in Gesetzen oder Vorschriften, welchen wir unterliegen, vorgesehen wurde.

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Gemäß Art. 77 DSGVO haben Sie das Recht sich bei einer Aufsichtsbehörde (zum Beispiel bei der Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen) zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten rechtswidrig erfolgt.

Datenschutz bei Bewerbungen und im Bewerbungsverfahren

Wir erheben und verarbeiten die personenbezogenen Daten von Bewerbern zum Zwecke der Abwicklung des Bewerbungsverfahrens. Die Verarbeitung kann auch auf elektronischem Wege erfolgen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Bewerber entsprechende Bewerbungsunterlagen auf dem elektronischen Wege, beispielsweise per E-Mail, an den für die Verarbeitung Verantwortlichen übermittelt. Schließen wir einen Anstellungsvertrag mit einem Bewerber, werden die übermittelten Daten zum Zwecke der Abwicklung des Beschäftigungsverhältnisses unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gespeichert. Wird von uns kein Anstellungsvertrag mit dem Bewerber geschlossen, so werden die Bewerbungsunterlagen sechs Monate nach Bekanntgabe der Absageentscheidung automatisch gelöscht, sofern einer Löschung keine sonstigen berechtigten Interessen des für die Verarbeitung Verantwortlichen entgegenstehen. Sonstiges berechtigtes Interesse in diesem Sinne ist beispielsweise eine Beweispflicht in einem Verfahren nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Kontaktaufnahme

Wenn Sie weitere Fragen zur Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten haben, kontaktieren Sie uns bitte. Gleiches gilt für Auskünfte, Sperrung, Löschungs- und Berichtigungswünsche hinsichtlich Ihrer personenbezogenen Daten sowie für Widerrufe erteilter Einwilligungen.

Aus aktuellem Anlass: Termine bitte einhalten oder bei Verhinderung rechtzeitig absagen!

Die Häufigkeit, mit der Termine ohne Absage einfach nicht wahrgenommen werden, hat ein Ausmaß erreicht, das zu Störungen des Praxisablaufes führt und im Interesse der Fairness anderen Patientinnen gegenüber, aber auch mir und meinem Team gegenüber, nicht hinnehmbar ist.

Bereits im März 2016 habe ich auf meinem Blog www.frauenarzt-miltenberg.de den folgenden Beitrag veröffentlicht:

„Problematisches Patientenverhalten, Teil 2

3.  Zu vereinbartem Termin nicht erscheinen

Jedem von uns kann es passieren, daß er/sie einen vereinbarten Termin (aus unterschiedlichen Gründen) nicht einhalten kann. Von der plötzlichen Erkrankung (selbst oder Angehörige) über notwendige Überstunden wegen eines dringenden Projekts am Arbeitsplatz bis zu ausgefallenen Rückflügen aus dem Urlaub – die Gründe sind vielfältig.

Im Zeitalter des Mobiltelefons gibt es jedoch keine Rechtfertigung mehr, nicht kurz anzurufen und einen vereinbarten Termin abzusagen!

Auch im Interesse der wartenden anderen Patientinnen, denen wir vielleicht absagen müssen mit der Aussage “ wir haben leider heute keinen Termin mehr frei!“ ist es ärgerlich, wenn eine oder mehrere Patientinnen ohne Absage einfach nicht erscheinen.

Natürlich sind wir alle Menschen, und niemand kann und wird sein Leben immer perfekt organisieren. Daher gilt für mich der Grundsatz „einmal ist keinmal!“. Es gibt jedoch auch Kandidatinnen, bei denen es dreimal oder mehr in Folge vorkommt, daß sie vereinbarte Termine ohne Absage einfach nicht einhalten.

Würden Sie es akzeptieren, wenn Sie einen Termin hätten, hierher kämen, und die Praxis dann einfach geschlossen wäre? Ein einmaliges Versehen wahrscheinlich und hoffentlich ja (s.o.), wiederholtes Vorkommen sicherlich nicht!

Ab dem 01.01.2018 erhalten Patientinnen, die entweder zum 3. Termin in Folge, oder zum 5. Termin insgesamt ohne Absage einfach nicht erscheinen, in meiner Praxis keine Termine mehr.

„Rechtzeitig“ absagen bedeutet im Normalfall, unverzüglich sobald der Grund bekannt ist. Dies sollte 24 Stunden vor dem Termin sein; in Notfällen, wie plötzlicher Erkrankung o.ä. ist auch ein Anruf am Tag des Termins (ggf. sogar eine Stunde vorher!) besser als gar keine Absage.

Kontaktaufnahme mit der Praxis -gerade in dringenden Fällen – bitte nicht über Facebook!

Vor Kurzem geschehen und wichtig: Ich wäre selbst nie auf die Idee gekommen, aber viele Aspekte der eigenen Tätigkeit werden eben erst in der tatsächlichen Interaktion mit Patientinnen und durch deren Feedback offensichtlich.
Eine Patientin wendet sich mit einer Frage per E-Mail an die Praxis. Da sie keine Antwort erhält (bin gerade am Klären, ob die E-Mail nicht angekommen ist), schreibt sie mir eine Nachricht über Facebook – und zwar unglücklicherweise über den Messenger auf meinem privaten Facebook-Profil!
 
Dies ist mir schlicht entgangen, weil ich nicht ständig auf Facebook unterwegs bin und über den Messenger meist nur von Freunden gelegentlich witzige Videos oder Fotos bekomme, wie sie jeder von uns über Facebook, WhatsApp, Instagram & Co. erhält.
 
Daher meine Bitte: Facebook ist nicht der geeignete Kanal für die Kontaktaufnahme! Erstens sind Beratungen über Facebook rechtlich umstritten und problematisch.
Zweitens sollten Nachrichten bitte keinesfalls über den Messenger auf meinem privaten Profil versandt werden! Wenn jemand aus wichtigem Grund absolut keine andere Möglichkeit sieht, nutzen Sie bitte unter allen Umständen die Praxisseite www.facebook.com/FrauenarztMiltenberg.
Der bevorzugte Weg sollte immer das Telefon sein – E-Mails können aus organisatorischen Gründen nur einmal täglich abgerufen und nicht ständig aktualisiert werden. Außerdem dürfte jedem E-Mail-Nutzer vertraut sein, dass sie auch gelegentlich nicht ankommen.

IGEL-Leistungen können Leben retten!

Bereits zum zweiten Mal – früh erkannter Gebärmutterkrebs dank Ultraschall!

Eines der typischen Frühsymptome bei Krebs der Gebärmutterschleimhaut (mit Fachausdruck „Endometriumkarzinom“ genannt) ist die Blutung nach den Wechseljahren. Sie ist immer klärungsbedürftig, wenn bei einer Frau nach dem 50. Lebensjahr die Menopause über ein Jahr zurückliegt.

Nicht in allen Fällen müssen jedoch Blutungen auftreten! Kürzlich suchte mich eine Frau Mitte 50 zur Krebsvorsorge auf. Sie war beschwerdefrei, entschied sich jedoch für einen vorbeugenden vaginalen Ultraschall. Dieser zeigte eine so auffällig hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut, dass ich ihr zur Ausschabung (Abrasio) riet. Volltreffer – der Pathologe schrieb die Diagnose Endometriumkarzinom, so dass ich die Patientin natürlich zu einer Totaloperation ins Krankenhaus einweisen musste. Erfreulicherweise handelte es sich um ein so frühes Tumorstadium (begrenzt auf die Gebärmutterschleimhaut, ohne invasives Wachstum in tiefere Gewebeschichten), dass weder Nachbestrahlung noch Chemotherapie erforderlich waren.

Es ist bereits mein zweiter Fall dieser Art nach 2013. Auch damals konnte ich bei einer Frau Ende 50 dank Ultraschall rechtzeitig eine Operation veranlassen, wobei auch hier die Patientin keine Blutungen hatte.

Von Experten, Fachgesellschaften, Krankenkassen und Medien wird oft argumentiert, es gäbe keine entsprechenden Studien, die nachgewiesen hätten, dass bei regelmäßigem Ultraschall mehr Krebserkrankungen der Gebärmutter oder der Eierstöcke erkannt würden und insgesamt bessere Überlebenschancen bestünden als bei der normalen Vorsorge. Dies ist auch grundsätzlich richtig. Speziell beim Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom), der durch seine uncharakteristischen Beschwerden oft erst diagnostiziert wird, wenn sich die Erkrankung bereits diffus in der Bauchhöhle ausgebreitet hat, ist eine effektive Vorsorge nicht möglich. Dies hat auch kein mir bekannter seriöser Gynäkologe je behauptet!

Tatsache ist jedoch, und dies werden alle Kolleginnen und Kollegen meines Fachgebietes bestätigen, dass nicht jeder auffällige Befund im Becken durch Tasten erkannt werden kann. Besonders bei übergewichtigen Frauen oder starker Anspannung der Bauchdecken kann das Tasten schwierig bis unmöglich sein. Wenn ein auffälliger Tastbefund abzuklären ist, muss Ultraschall durchgeführt werden, und dies wird dann selbstverständlich über die Krankenkasse abgerechnet. Bei unauffälligem Tastbefund schließt der Ultraschall eine diagnostische Lücke, die sich im Einzelfall (über den keine Studie etwas aussagen kann!) als lebensrettend erweisen kann.

 

Mehrere Fälle von Brustkrebs habe ich im Laufe meiner zwölfjährigen Praxistätigkeit durch Ultraschall entdeckt, ebenso mehrere Fehlbildungen in der Frühschwangerschaft. Darunter war eine Trisomie 21 (auch als Down-Syndrom oder Mongolismus bekannt), die bei einem zusätzlichen Ultraschall in der 14. Schwangerschaftswoche durch eine starke Abhebung der kindlichen Nackenhaut (Nackenhygrom) auffiel. Der in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehene Ultraschall zwischen der 9. und 12. Woche war komplett unauffällig!

Nach diesen Erfahrungen ärgert es mich zunehmend, wenn immer noch Presseberichte uns unterstellen, wir würden IGEL-Leistungen nur aus eigenem Gewinninteresse anbieten. Dass eine Arztpraxis nicht komplett ohne eigenes wirtschaftliches Interesse geführt werden kann, dürfte selbstverständlich sein (wer das Gegenteil behauptet, hat dies Grundlagen unseres Wirtschaftssystems nicht verstanden). Es wurden und werden unter dem Stichwort „IGEL“ in manchen Praxen sicher auch unseriöse Angebote gemacht – wobei für mich „unseriös“ etwas ist, das keinen Gegenwert für die Patientin hat. Dies gilt definitiv nicht für den Ultraschall!

Die einzige Kehrseite der Medaille ist hierbei, dass immer wieder kleine, harmlose Befunde (Myome, Eierstockzysten, kleine Zysten der Brust o.ä.) aufgedeckt werden, die die Patientin verunsichern und weitere Kontrollen nach sich ziehen können. Moderner, hoch auflösender Ultraschall hört eben sprichwörtlich „die Flöhe husten“!

Nach den geschilderten Erfahrungen werde ich in meiner Praxis weiterhin moderne Ultraschalldiagnostik als Zusatz zur gesetzlichen Vorsorge anbieten. Jede Patientin kann (und muss) in eigener Verantwortung selbst entscheiden, ob sie diese in Anspruch nehmen möchte. Unterstellungen, man werde dazu gedrängt oder von mir „heftig kritisiert“ (s. Beitrag „Problematisches Patientenverhalten. Exkurs Jameda“), weise ich entschieden zurück!

Nähere Informationen zu diesem wichtigen Thema habe ich auch auf meinem Blogbeitrag „Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen“ veröffentlicht.

Problematisches Patientenverhalten – Teil 4

7.)  Jahrelang gar nicht kommen, dann plötzlich „akut, akut“ und „am besten gestern“

Immer wieder passiert es: Ich schaue auf das Datum des letzten Besuches – April 2012! Und dann auf den Anlass des Akuttermins, weshalb die Patientin angerufen hat: Ausfluß und Juckreiz seit einer Woche – manchmal auch etwas gravierenderes, wie stärkere Schmerzen o.ä.  Frage ich dann vorsichtig, weshalb die Patientin die letzten Jahre überhaupt nicht in der Praxis war, bekomme ich regelmäßig die Antwort: „Ich bin nicht so’n Arztgänger!“

Um eines vorwegzunehmen: Jedem kann es passieren, dass er/sie eine Vorsorgeuntersuchung in einem Kalenderjahr einmal verpasst. Dies ist auch nicht weiter schlimm! Wichtig ist meines Erachtens, dass es nicht mehrere Jahre hintereinander sind, denn dann kann sich durchaus eine Erkrankung, die frühzeitig zu erkennen wäre, u. U. unbemerkt zu einem fortgeschrittenen Stadium entwickeln.

Wenn ich höre „nicht so’n Arztgänger“, liegen für mich zwei Aspekte darin: Erstens die Feststellung, dass niemand Arztbesuche besonders liebt, einfach weil niemand gerne krank ist. Dies ist selbstverständlich und muss nicht diskutiert werden.

Zweitens, und dies ist m. E. noch wichtiger, liegt aber auch eine Missachtung des Arztes als wichtigem Partner darin: Am liebsten habe ich mit ihm gar nichts zu tun, aber wenn ich ihn brauche, hat er da zu sein!

Gerade in meinem Fachgebiet ist diese Haltung jedoch fatal: Auch wenn Sie sich gesund und leistungsfähig fühlen, sollten Sie das wichtige Angebot der Vorsorge in jedem Fall wahrnehmen! Ich habe es persönlich in 20 Jahren Berufstätigkeit erst einmal (!) erlebt, dass eine Patientin trotz regelmäßiger Vorsorge an Gebärmutterhalskrebs in einem fortgeschrittenen Stadium erkrankt wäre. In allen anderen Fällen konnten Vorstufen per Abstrich rechtzeitig erkannt werden. Umgekehrt hatte ich mehrere Fälle dieser Erkrankung, wo Patientinnen mehrere Jahre in Folge nicht bei der Krebsvorsorge waren.

Und, was mir auch noch sehr wichtig ist: Arzt-Patienten-Beziehung bedeutet Zusammenarbeit, bei der auch Ihre Mitwirkung gefragt ist. Patienten, die im Arzt nur einen Leistungserbringer sehen, der ihnen etwas schuldet und zu geben hat, womöglich dies noch als Kompensation für geleistete Krankenkassenbeiträge verstehen, die ihnen „zusteht“, begeben sich auf nicht zukunftsfähiges Glatteis: Diese Haltung, die im Moment noch begrenzt funktioniert, wird spätestens mit einer größeren Krise (Währungsreform, Euro-Crash oder gar Bürgerkrieg) ebenso zusammenbrechen wie  ein Kartenhaus bei einem Windstoß. Wohl dem, der sich Parallelstrukturen aufgebaut hat – wie eine gute Beziehung zu einem Arzt, die auf gegenseitigem (!) Respekt und der Bereitschaft zu direktem Austausch von Leistung und Gegenleistung aufgebaut ist. Dazu ist es notwendig, den Wert ärztlicher Leistung richtig einschätzen zu können, was schwer ist, wenn Sie jegliche Form von IGeL-Leistungen kategorisch ablehnen und verweigern. Lesen Sie hierzu bitte auch noch einmal meinen Blogpost „Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen“.  Wer sich in einer Krise nur auf die Versichertenkarte verläßt,  und dies gar noch offensiv fordernd vertritt, wird sehr schnell nur noch Notfallversorgung aus humanitären Gründen vorfinden. Die so viel beschworene Ärztliche Ethik in Form des Genfer Ärztegelöbnisses enthält keine Verpflichtung zur Selbstausbeutung oder Selbstaufgabe oder den Verzicht auf legitime eigene Bedürfnisse des Arztes. Und wer gar glaubt, Ärzte würden heute noch den Eid des Hippokrates schwören, ist überhaupt nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Dieser ist nur noch von medizinhistorischem Interesse, denn welcher auch noch so religiöse Mensch schwört heute noch „bei Apollon, dem Arzt, und Asklepios und Hygieia und Panakeia“ und sonstigen griechischen Götter irgendetwas?

Der freundlichen Bitte mit der Bereitschaft zur Gegenleistung, die in Geld für eine Privatleistung, in einer Krise aber auch in Naturalien oder einer Dienstleistung im Tausch bestehen kann, wird sich kein Arzt verschließen, und zwar auch dann, wenn Sie nicht mit dem Kopf unter dem Arm hereinkommen.

8.)  Vereinbarungen mit dem Arzt nicht einhalten, therapeutische Absprachen ignorieren, Medikamente eigenmächtig absetzen, ersetzen oder weitergeben

Niemandem ist es so wichtig wie einem Präventionsmediziner, daß meine Patienten autonome Wesen und selbstverantwortliche Entscheider in ihrem eigenen Leben sind. Daher haben Sie, wenn Sie sich in meiner Behandlung befinden, alles Recht der Welt, nach einer Konsultation eine eigene, auch abweichende Entscheidung zu treffen: Einen anderen Weg zu gehen, als ich ihn vorgeschlagen habe, eine Pille nicht weiterzunehmen, die Sie nicht vertragen, eine Operation abzulehnen oder zu verschieben, einen anderen Arzt oder eine andere Klinik aufzusuchen, als ich sie empfehle usw.

ABER:  Ich hätte gerne eine Information darüber, wenn Sie sich anders entschieden haben und warum!

Regelmäßig passiert es mir, daß eine Patientin mir nach einem Jahr berichtet, sie habe ein von mir verordnetes Medikament gar nicht eingenommen, weil ihr nach dem Lesen des Beipackzettels Bedenken gekommen seien.

Oder sie habe die Pille inzwischen wegen Kinderwunsch abgesetzt. Oder sie habe das Medikament xy nicht vertragen. Oder, oder, oder…

Das Einzige, was dagegen einzuwenden ist: Sie hätten es mir mitteilen sollen! Mich im Unklaren zu lassen und in dem Glauben, sie würden meinem Rat folgen, während Sie es nicht tun, ist nicht die Zusammenarbeit, die ich mir wünsche. Noch einmal: Sie haben zu jedem Zeitpunkt – als vernunftbegabte, autonome Wesen, die Sie sind – immer das Recht, von meiner Empfehlung abzuweichen,  aber informieren Sie mich bitte darüber! Nur dann kann ich Ihnen bei Bedarf auch in der neuen Situation helfen, statt erst später holpernd wieder einspringen, wenn ich nicht auf dem aktuellen Stand bin.

 

9.)  Erwarten, der Arzt könne auswendig jederzeit alles im Kopf haben.

Begegnet mir regelmäßig, ist aber schlicht illusorisch: Mittagspause, ich treffe eine Patientin in der Miltenberger Innenstadt und bekomme eine Frage nach meiner letzten Verordnung gestellt. Oder – nicht ganz so krass – auf dem Flur der Praxis zwischen Tür und Angel.

Bei der Zahl an Patientinnen – und ich denke, dies geht mehr oder weniger allen Kolleginnen und Kollegen so – ist es unmöglich, von jeder Patientin jedes Detail immer auswendig parat zu haben.

Daher meine Bitte: Suchen Sie die Praxis auf (noch besser rufen Sie vorher zuerst an), melden Sie sich bei der Mitarbeiterin am Empfang und schildern Sie Ihr Anliegen. Dann kann ihre Akte herausgesucht und mir vorgelegt werden, was Voraussetzung einer ordnungsgemäßen Behandlung ist.

10. Als ausländische Patientin ohne ausreichende Deutschkenntnisse keinen Dolmetscher mitbringen.

Ein Dauerthema nicht erst seit dem Flüchtlingszustrom von 2015: Um ausländische Patientinnen behandeln zu können, die weder Deutsch noch Englisch sprechen (diese beiden Sprachen beherrsche ich fließend), aber auch nicht Französisch oder Spanisch (in diesen kann ich mich gut verständigen), benötige ich einen Dolmetscher. Ein Dolmetscher ist aber nicht eine App wie Google Translator, sondern immer noch ein Mensch, der beide Zielsprachen gut genug beherrscht, um übersetzen zu können.

Künstliche Intelligenz ist als Ergänzung schön, kann aber ihr menschliches Pendant nicht ersetzen.

Problematisches Patientenverhalten – Exkurs: Jameda

Das Thema „IGeL-Leistungen“ ist anscheinen unerschöpflich und immer noch Anlaß für Mißverständnisse. Erneut veröffentlicht eine Patientin eine Bewertung auf Jameda mit der unzutreffenden Behauptung, ich hätte sie „heftig kritisiert“, weil sie keine IGeL-Leistung wollte und ihr vorgeworfen, sie müsse für ihre Gesundheit „gefälligst was draufzahlen“.

Die Bewertung und meine Stellungnahme sind im Folgenden als Screenshot abgedruckt:

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Gemessen an der verbal ziemlich massiven Kritik ist die Notenbewertung erstaunlich gut! Auch betont die Patientin, sie sei grundsätzlich mit mir zufrieden. Dann erwähnt sie einen sicherlich lange zurückliegenden Vorfall (ich hatte seit langer Zeit keine derartige Diskussion!) und konstatiert: „Das geht meiner Meinung nach gar nicht!“

Ganz abgesehen von den inhaltlichen Ungenauigkeiten und dem sachlich falschen Zitat „gefälligst“ (eine solche Formulierung würde ich niemals gebrauchen!):

Mit mir „grundsätzlich zufrieden“ sein und dann eine solche Bewertung auf Jameda posten – das ‚geht meiner Meinung nach gar nicht‘!

Eine solche Bewertung könnte schreiben, wer meine Praxis ohnehin verlassen und den Arzt wechseln will. Mit Vertrauen und Zusammenarbeit ist dies unvereinbar. Ich verweise auf meine Serie „Problematisches Patientenverhalten“ Teil 1-3 in diesem Blog und auf meine „Grundsätze zur guten Zusammenarbeit“ auf meiner Praxis-Homepage.

Eine Patientin, die wirklich „grundsätzlich zufrieden“ ist, würde eine Unstimmigkeit dieser Art in unserer Praxis mir bzw. spätestens meinen Mitarbeiterinnen gegenüber ansprechen und mir die Chance einer Klärung geben.

Über eventuelle Reaktionen auf meinen Beitrag und auf meinen Kommentar bei Jameda werde ich natürlich berichten.

Neuer Service auf meiner Homepage: Der Online-Fruchtbarkeitsrechner!

Sie möchten schwanger werden? Dann können Sie mit dem neuen Fruchtbarkeitsrechner ganz einfach und schnell Ihre fruchtbaren Tage berechnen. Tragen Sie unter dem Link

http://www.frauenarzt-buergstadt.de/service/fruchtbarkeitsrechner.html

das Datum Ihrer letzten Regelblutung und die durchschnittliche Länge Ihres Zyklus ein. Mit einem Klick auf „Berechnung starten“ werden die fruchtbaren Tage berechnet und angezeigt. Auf der Ergebnisseite können Sie eine PDF-Datei exportieren, um diese z. B. auszudrucken. Sie können das Ergebnis unter „Kalenderexport“ auch in einen anderen Kalender (z. B. Google Calendar, Outlook, Apple Kalender o.ä.) übernehmen, so dass die fruchtbaren Tage künftig in Ihrem hauptsächlich verwendeten Kalender stehen – oder unter „Neuer Test“ eine neue Berechnung starten.

Problematisches Patientenverhalten Teil 3

5.)  Unzufrieden mit Vertreter – nichts wie we(g) -chseln!

Um eines vorwegzunehmen: Ich bin heilfroh und immer wieder sehr dankbar, einen so tüchtigen und netten Vertreter wie meinen geschätzten Kollegen Harald Harnack aus Aschaffenburg zu haben! Er entlastet mich alle 2 Wochen für einen Vormittag, bei Urlaub oder Krankheit, und gibt Ihnen (gerade in Akutfällen) die Möglichkeit, einen kompetenten Ansprechpartner in der Praxis zu finden, auch wenn ich selbst nicht anwesend sein kann.

Unterschiedliche Menschen sind aber auch unterschiedliche Persönlichkeiten, und so liegt es in der Natur der Sache, dass die eine oder andere von Ihnen auch mit ihm oder mit mir besser zurechtkommen wird.

Es ist mehr als unfair, wie erst kürzlich wieder geschehen, wenn eine Patientin nach einer Unstimmigkeit mit meinem Vertreter (nicht mit mir!) einfach Knall auf Fall den Arzt wechselt, ohne erst mich angesprochen oder zumindest bei meiner Helferin um einen Folgetermin bei mir persönlich gebeten zu haben. Diese Möglichkeit hätte ihr in jedem Fall offengestanden. Einige neue Patientinnen hatten auch schon den Ersttermin bei Herrn Harnack, waren aus irgendeinem Grund unzufrieden und kamen zu mir erst gar nicht, ohne mir auch nur im Ansatz die Chance einer Klärung zu geben.

Um es auf den Punkt zu bringen:

Wer von mir behandelt werden möchte, der behandelt auch mich – und zwar mit Respekt!

Wer hierzu nicht bereit ist, und insbesondere, wer einen Arzt nur als beliebig austauschbaren Leistungserbringer betrachtet, der ihm etwas schuldet, nach dem Motto „der lebt ja von  meinem Geld“, “ ich habe ja schließlich Beiträge bezahlt“ usw., der hat die Essenz einer Arzt-Patienten-Beziehung nicht verstanden und wird wahrscheinlich in meiner Praxis ohnehin nicht glücklich werden. So jemand darf gerne von seiner freien Arztwahl Gebrauch machen und sich einen anderen passenden Arzt suchen.

Alle anderen, die meine Arbeit zu schätzen wissen und sich vielleicht sogar ganz bewußt für meine Praxis entschieden haben, weil ihnen meine Behandlungsweise zusagt, bitte ich noch einmal, eine eventuelle Unstimmigkeit immer dort anzusprechen, wo sie entstanden ist:    Waren Sie mit meiner Behandlung, aus welchem Grund auch immer, nicht einverstanden, sprechen Sie bitte mich darauf an! Waren Sie bei meinem Vertreter mit etwas nicht zufrieden, sprechen Sie ihn darauf an, bei meiner Mitarbeiterin handhaben Sie es bitte ebenso.

Wenn jemand den Mut dazu hatte, habe ich es (auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen) noch NIE erlebt, dass wir keine für beide Seiten befriedigende Lösung gefunden hätten. Sie haben immer die Möglichkeit, um einen Termin bei mir persönlich zu bitten (wenn Sie ausschließlich zu meinem Vetreter möchten, ist dies organisatorisch etwas schwierig, da er nicht so oft in der Praxis ist).

6. Als Schwangere mitten im Quartal den Arzt wechseln

Gelegentlich kommt es vor, dass eine Schwangere aus einer anderen Praxis künftig zu uns kommen möchte. Das Recht auf freie Arztwahl ist unbestritten, allerdings sollte es mit Bedacht ausgeübt werden. Ohne gravierenden Grund (wie massivem Vertrauensverlust, der durch ein Gespräch (!) nicht behoben werden kann, Umzug, Erkrankung, die weit entfernte stationäre Behandlung erfordert o.ä.) sollte niemand plötzlich im Laufe einer Schwangerschaft einfach den Arzt wechseln.

Wer dies tut, sollte aus Fairness dem Arzt gegenüber wenigstens den Beginn eines neuen Quartals abwarten. Zumindest gebietet es der Anstand, wahrheitsgemäß anzugeben, wenn im selben Quartal bereits zuvor ein anderer Frauenarzt aufgesucht wurde.

Die Betreuungspauschale für die Schwangerschaft kann in einem Quartal nur ein Arzt gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen – sein nachbehandelnder Kollege geht leer aus! Und erfährt dies möglicherweise erst ein Quartal später, wenn die Schwangere längst entbunden ist.

Bevor mir jetzt der Vorwurf angeblicher „Geldgier“ gemacht wird (den ich entschieden zurückweise!), muss ich darauf aufmerksam machen, dass ein niedergelassener Arzt nicht zuletzt Unternehmer ist, der seine laufenden Kosten hat und wirtschaftliche Aspekte bei seiner Tätigkeit nicht völlig außer acht lassen kann. Auch wenn sie nicht im Vordergrund stehen – Patientenwohl kann nur eine wirtschaftlich gesunde Praxis sicherstellen!

Von der (theoretisch bestehenden) Option, einer Schwangeren, die mitten im Quartal die Praxis wechselt, eine Privatrechnung zu stellen, möchte ich nach Möglichkeit keinen Gebrauch machen. Das setzt aber voraus, dass Schwangere, die aus zwingendem Grund für sich nur die Wahl gesehen haben, mitten im Quartal die Praxis zu wechseln, mich darüber ehrlich und wahrheitsgemäß informieren. Dann können wir eine einvernehmliche Lösung suchen. Bewusst falsche Angaben, die eine Honorarkürzung für mich nach sie ziehen, betrachte ich als Vertrauensbruch, der bei wiederholtem Fehlverhalten der betreffenden Patientin eine Ablehnung weiterer Behandlung nach sich ziehen kann.

Problematisches Patientenverhalten Teil 2

3.  Zu vereinbartem Termin nicht erscheinen

 

Jedem von uns kann es passieren, daß er/sie einen vereinbarten Termin (aus unterschiedlichen Gründen) nicht einhalten kann. Von der plötzlichen Erkrankung (selbst oder Angehörige) über notwendige Überstunden wegen eines dringenden Projekts am Arbeitsplatz bis zu ausgefallenen Rückflügen aus dem Urlaub – die Gründe sind vielfältig.

 

Im Zeitalter des Mobiltelefons gibt es jedoch keine Rechtfertigung mehr, nicht kurz anzurufen und einen vereinbarten Termin abzusagen! Auch im Interesse der wartenden anderen Patientinnen, denen wir vielleicht absagen müssen mit der Aussage “ wir haben leider heute keinen Termin mehr frei!“ ist es ärgerlich, wenn eine oder mehrere Patientinnen ohne Absage einfach nicht erscheinen.

 

Natürlich sind wir alle Menschen, und niemand kann und wird sein Leben immer perfekt organisieren. Daher gilt für mich der Grundsatz „einmal ist keinmal!“. Es gibt jedoch auch Kandidatinnen, bei denen es dreimal oder mehr in Folge vorkommt, daß sie vereinbarte Termine ohne Absage einfach nicht einhalten. Wir behalten uns für die Zukunft vor, in derartigen Extremfällen eine weitere Behandlung wegen fehlenden Vertrauens abzulehnen. Die Fairness nicht nur uns, sondern auch anderen Patientinnen gegenüber gebietet es allen, zum Telefon zu greifen und einen Termin, den man nicht einhalten kann, rechtzeitig abzusagen! Rechtzeitig sind im Regelfall mindestens 24 Stunden vorher bzw. sobald der Hinderungsgrund bekannt ist.

 

4. Schlechte Zahlungsmoral bei Privatrechnungen

 

Wie in meinem Artikel „Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen“ dargelegt, bedrängen wir keine Patientin, eine Zusatzleistung in Anspruch zu nehmen. Wer sich jedoch dafür entscheidet, geht auch die vertragliche Verpflichtung ein, eine dafür erstellte Rechnung fristgerecht zu bezahlen. In der Regel erfolgt dies bar oder per EC-Karte. Eine Überweisung ist aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Die gestiegenen Anforderungen an den Datenschutz haben uns veranlaßt, eine Datenschutzerklärung auszuarbeiten mit der Einwilligung, bei Rechnungsstellung und evtl. Mahnung auch ein Inkassounternehmen mit der Eintreibung ausstehender Rechnungen zu beauftragen. Eine Patientin kann diese Regelung nur ablehnen, indem sie sich zu sofortiger Barzahlung verpflichtet.

 

Privat versicherte Patientinnen erhalten ebenso eine Rechnung gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der aktuellen Fassung. Da die Erstattungspraxis privater Krankenversicherungen und Beihilfestellen jedoch sehr unterschiedlich ist, weisen wir sowohl im Gespräch als auch an dieser Stelle immer wieder darauf hin, daß Leistungen, die erbracht wurden, unabhängig von einer Erstattung grundsätzlich auch zu bezahlen sind. Wir sind in Konfliktfällen immer (!) gesprächsbereit und haben bisher auch noch praktisch immer eine Lösung im Dialog gefunden. Nicht akzeptieren können wir jedoch das eigenmächtige Kürzen unserer Rechnungen wie es in der Vergangenheit mehrfach vorkam. Hier werde ich in Zukunft auch verstärkt von den Recht Gebrauch machen, eine weitere Behandlung wegen fehlenden Vertrauens abzulehnen (ausgenommen hiervon ist eine notwendige Erstversorgung in akuten Notfällen).

 

 

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