3.  Zu vereinbartem Termin nicht erscheinen

 

Jedem von uns kann es passieren, daß er/sie einen vereinbarten Termin (aus unterschiedlichen Gründen) nicht einhalten kann. Von der plötzlichen Erkrankung (selbst oder Angehörige) über notwendige Überstunden wegen eines dringenden Projekts am Arbeitsplatz bis zu ausgefallenen Rückflügen aus dem Urlaub – die Gründe sind vielfältig.

 

Im Zeitalter des Mobiltelefons gibt es jedoch keine Rechtfertigung mehr, nicht kurz anzurufen und einen vereinbarten Termin abzusagen! Auch im Interesse der wartenden anderen Patientinnen, denen wir vielleicht absagen müssen mit der Aussage “ wir haben leider heute keinen Termin mehr frei!“ ist es ärgerlich, wenn eine oder mehrere Patientinnen ohne Absage einfach nicht erscheinen.

 

Natürlich sind wir alle Menschen, und niemand kann und wird sein Leben immer perfekt organisieren. Daher gilt für mich der Grundsatz „einmal ist keinmal!“. Es gibt jedoch auch Kandidatinnen, bei denen es dreimal oder mehr in Folge vorkommt, daß sie vereinbarte Termine ohne Absage einfach nicht einhalten. Wir behalten uns für die Zukunft vor, in derartigen Extremfällen eine weitere Behandlung wegen fehlenden Vertrauens abzulehnen. Die Fairness nicht nur uns, sondern auch anderen Patientinnen gegenüber gebietet es allen, zum Telefon zu greifen und einen Termin, den man nicht einhalten kann, rechtzeitig abzusagen! Rechtzeitig sind im Regelfall mindestens 24 Stunden vorher bzw. sobald der Hinderungsgrund bekannt ist.

 

4. Schlechte Zahlungsmoral bei Privatrechnungen

 

Wie in meinem Artikel „Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen“ dargelegt, bedrängen wir keine Patientin, eine Zusatzleistung in Anspruch zu nehmen. Wer sich jedoch dafür entscheidet, geht auch die vertragliche Verpflichtung ein, eine dafür erstellte Rechnung fristgerecht zu bezahlen. In der Regel erfolgt dies bar oder per EC-Karte. Eine Überweisung ist aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Die gestiegenen Anforderungen an den Datenschutz haben uns veranlaßt, eine Datenschutzerklärung auszuarbeiten mit der Einwilligung, bei Rechnungsstellung und evtl. Mahnung auch ein Inkassounternehmen mit der Eintreibung ausstehender Rechnungen zu beauftragen. Eine Patientin kann diese Regelung nur ablehnen, indem sie sich zu sofortiger Barzahlung verpflichtet.

 

Privat versicherte Patientinnen erhalten ebenso eine Rechnung gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der aktuellen Fassung. Da die Erstattungspraxis privater Krankenversicherungen und Beihilfestellen jedoch sehr unterschiedlich ist, weisen wir sowohl im Gespräch als auch an dieser Stelle immer wieder darauf hin, daß Leistungen, die erbracht wurden, unabhängig von einer Erstattung grundsätzlich auch zu bezahlen sind. Wir sind in Konfliktfällen immer (!) gesprächsbereit und haben bisher auch noch praktisch immer eine Lösung im Dialog gefunden. Nicht akzeptieren können wir jedoch das eigenmächtige Kürzen unserer Rechnungen wie es in der Vergangenheit mehrfach vorkam. Hier werde ich in Zukunft auch verstärkt von den Recht Gebrauch machen, eine weitere Behandlung wegen fehlenden Vertrauens abzulehnen (ausgenommen hiervon ist eine notwendige Erstversorgung in akuten Notfällen).