Frauenarzt Miltenberg

Blog für Frauengesundheit und moderne Präventionsmedizin

Problematisches Patientenverhalten – Teil 4

7.)  Jahrelang gar nicht kommen, dann plötzlich „akut, akut“ und „am besten gestern“

Immer wieder passiert es: Ich schaue auf das Datum des letzten Besuches – April 2012! Und dann auf den Anlass des Akuttermins, weshalb die Patientin angerufen hat: Ausfluß und Juckreiz seit einer Woche – manchmal auch etwas gravierenderes, wie stärkere Schmerzen o.ä.  Frage ich dann vorsichtig, weshalb die Patientin die letzten Jahre überhaupt nicht in der Praxis war, bekomme ich regelmäßig die Antwort: „Ich bin nicht so’n Arztgänger!“

Um eines vorwegzunehmen: Jedem kann es passieren, dass er/sie eine Vorsorgeuntersuchung in einem Kalenderjahr einmal verpasst. Dies ist auch nicht weiter schlimm! Wichtig ist meines Erachtens, dass es nicht mehrere Jahre hintereinander sind, denn dann kann sich durchaus eine Erkrankung, die frühzeitig zu erkennen wäre, u. U. unbemerkt zu einem fortgeschrittenen Stadium entwickeln.

Wenn ich höre „nicht so’n Arztgänger“, liegen für mich zwei Aspekte darin: Erstens die Feststellung, dass niemand Arztbesuche besonders liebt, einfach weil niemand gerne krank ist. Dies ist selbstverständlich und muss nicht diskutiert werden.

Zweitens, und dies ist m. E. noch wichtiger, liegt aber auch eine Missachtung des Arztes als wichtigem Partner darin: Am liebsten habe ich mit ihm gar nichts zu tun, aber wenn ich ihn brauche, hat er da zu sein!

Gerade in meinem Fachgebiet ist diese Haltung jedoch fatal: Auch wenn Sie sich gesund und leistungsfähig fühlen, sollten Sie das wichtige Angebot der Vorsorge in jedem Fall wahrnehmen! Ich habe es persönlich in 20 Jahren Berufstätigkeit erst einmal (!) erlebt, dass eine Patientin trotz regelmäßiger Vorsorge an Gebärmutterhalskrebs in einem fortgeschrittenen Stadium erkrankt wäre. In allen anderen Fällen konnten Vorstufen per Abstrich rechtzeitig erkannt werden. Umgekehrt hatte ich mehrere Fälle dieser Erkrankung, wo Patientinnen mehrere Jahre in Folge nicht bei der Krebsvorsorge waren.

Und, was mir auch noch sehr wichtig ist: Arzt-Patienten-Beziehung bedeutet Zusammenarbeit, bei der auch Ihre Mitwirkung gefragt ist. Patienten, die im Arzt nur einen Leistungserbringer sehen, der ihnen etwas schuldet und zu geben hat, womöglich dies noch als Kompensation für geleistete Krankenkassenbeiträge verstehen, die ihnen „zusteht“, begeben sich auf nicht zukunftsfähiges Glatteis: Diese Haltung, die im Moment noch begrenzt funktioniert, wird spätestens mit einer größeren Krise (Währungsreform, Euro-Crash oder gar Bürgerkrieg) ebenso zusammenbrechen wie  ein Kartenhaus bei einem Windstoß. Wohl dem, der sich Parallelstrukturen aufgebaut hat – wie eine gute Beziehung zu einem Arzt, die auf gegenseitigem (!) Respekt und der Bereitschaft zu direktem Austausch von Leistung und Gegenleistung aufgebaut ist. Dazu ist es notwendig, den Wert ärztlicher Leistung richtig einschätzen zu können, was schwer ist, wenn Sie jegliche Form von IGeL-Leistungen kategorisch ablehnen und verweigern. Lesen Sie hierzu bitte auch noch einmal meinen Blogpost „Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen“.  Wer sich in einer Krise nur auf die Versichertenkarte verläßt,  und dies gar noch offensiv fordernd vertritt, wird sehr schnell nur noch Notfallversorgung aus humanitären Gründen vorfinden. Die so viel beschworene Ärztliche Ethik in Form des Genfer Ärztegelöbnisses enthält keine Verpflichtung zur Selbstausbeutung oder Selbstaufgabe oder den Verzicht auf legitime eigene Bedürfnisse des Arztes. Und wer gar glaubt, Ärzte würden heute noch den Eid des Hippokrates schwören, ist überhaupt nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Dieser ist nur noch von medizinhistorischem Interesse, denn welcher auch noch so religiöse Mensch schwört heute noch „bei Apollon, dem Arzt, und Asklepios und Hygieia und Panakeia“ und sonstigen griechischen Götter irgendetwas?

Der freundlichen Bitte mit der Bereitschaft zur Gegenleistung, die in Geld für eine Privatleistung, in einer Krise aber auch in Naturalien oder einer Dienstleistung im Tausch bestehen kann, wird sich kein Arzt verschließen, und zwar auch dann, wenn Sie nicht mit dem Kopf unter dem Arm hereinkommen.

8.)  Vereinbarungen mit dem Arzt nicht einhalten, therapeutische Absprachen ignorieren, Medikamente eigenmächtig absetzen, ersetzen oder weitergeben

Niemandem ist es so wichtig wie einem Präventionsmediziner, daß meine Patienten autonome Wesen und selbstverantwortliche Entscheider in ihrem eigenen Leben sind. Daher haben Sie, wenn Sie sich in meiner Behandlung befinden, alles Recht der Welt, nach einer Konsultation eine eigene, auch abweichende Entscheidung zu treffen: Einen anderen Weg zu gehen, als ich ihn vorgeschlagen habe, eine Pille nicht weiterzunehmen, die Sie nicht vertragen, eine Operation abzulehnen oder zu verschieben, einen anderen Arzt oder eine andere Klinik aufzusuchen, als ich sie empfehle usw.

ABER:  Ich hätte gerne eine Information darüber, wenn Sie sich anders entschieden haben und warum!

Regelmäßig passiert es mir, daß eine Patientin mir nach einem Jahr berichtet, sie habe ein von mir verordnetes Medikament gar nicht eingenommen, weil ihr nach dem Lesen des Beipackzettels Bedenken gekommen seien.

Oder sie habe die Pille inzwischen wegen Kinderwunsch abgesetzt. Oder sie habe das Medikament xy nicht vertragen. Oder, oder, oder…

Das Einzige, was dagegen einzuwenden ist: Sie hätten es mir mitteilen sollen! Mich im Unklaren zu lassen und in dem Glauben, sie würden meinem Rat folgen, während Sie es nicht tun, ist nicht die Zusammenarbeit, die ich mir wünsche. Noch einmal: Sie haben zu jedem Zeitpunkt – als vernunftbegabte, autonome Wesen, die Sie sind – immer das Recht, von meiner Empfehlung abzuweichen,  aber informieren Sie mich bitte darüber! Nur dann kann ich Ihnen bei Bedarf auch in der neuen Situation helfen, statt erst später holpernd wieder einspringen, wenn ich nicht auf dem aktuellen Stand bin.

 

9.)  Erwarten, der Arzt könne auswendig jederzeit alles im Kopf haben.

Begegnet mir regelmäßig, ist aber schlicht illusorisch: Mittagspause, ich treffe eine Patientin in der Miltenberger Innenstadt und bekomme eine Frage nach meiner letzten Verordnung gestellt. Oder – nicht ganz so krass – auf dem Flur der Praxis zwischen Tür und Angel.

Bei der Zahl an Patientinnen – und ich denke, dies geht mehr oder weniger allen Kolleginnen und Kollegen so – ist es unmöglich, von jeder Patientin jedes Detail immer auswendig parat zu haben.

Daher meine Bitte: Suchen Sie die Praxis auf (noch besser rufen Sie vorher zuerst an), melden Sie sich bei der Mitarbeiterin am Empfang und schildern Sie Ihr Anliegen. Dann kann ihre Akte herausgesucht und mir vorgelegt werden, was Voraussetzung einer ordnungsgemäßen Behandlung ist.

10. Als ausländische Patientin ohne ausreichende Deutschkenntnisse keinen Dolmetscher mitbringen.

Ein Dauerthema nicht erst seit dem Flüchtlingszustrom von 2015: Um ausländische Patientinnen behandeln zu können, die weder Deutsch noch Englisch sprechen (diese beiden Sprachen beherrsche ich fließend), aber auch nicht Französisch oder Spanisch (in diesen kann ich mich gut verständigen), benötige ich einen Dolmetscher. Ein Dolmetscher ist aber nicht eine App wie Google Translator, sondern immer noch ein Mensch, der beide Zielsprachen gut genug beherrscht, um übersetzen zu können.

Künstliche Intelligenz ist als Ergänzung schön, kann aber ihr menschliches Pendant nicht ersetzen.

Problematisches Patientenverhalten – Exkurs: Jameda

Das Thema „IGeL-Leistungen“ ist anscheinen unerschöpflich und immer noch Anlaß für Mißverständnisse. Erneut veröffentlicht eine Patientin eine Bewertung auf Jameda mit der unzutreffenden Behauptung, ich hätte sie „heftig kritisiert“, weil sie keine IGeL-Leistung wollte und ihr vorgeworfen, sie müsse für ihre Gesundheit „gefälligst was draufzahlen“.

Die Bewertung und meine Stellungnahme sind im Folgenden als Screenshot abgedruckt:

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Gemessen an der verbal ziemlich massiven Kritik ist die Notenbewertung erstaunlich gut! Auch betont die Patientin, sie sei grundsätzlich mit mir zufrieden. Dann erwähnt sie einen sicherlich lange zurückliegenden Vorfall (ich hatte seit langer Zeit keine derartige Diskussion!) und konstatiert: „Das geht meiner Meinung nach gar nicht!“

Ganz abgesehen von den inhaltlichen Ungenauigkeiten und dem sachlich falschen Zitat „gefälligst“ (eine solche Formulierung würde ich niemals gebrauchen!):

Mit mir „grundsätzlich zufrieden“ sein und dann eine solche Bewertung auf Jameda posten – das ‚geht meiner Meinung nach gar nicht‘!

Eine solche Bewertung könnte schreiben, wer meine Praxis ohnehin verlassen und den Arzt wechseln will. Mit Vertrauen und Zusammenarbeit ist dies unvereinbar. Ich verweise auf meine Serie „Problematisches Patientenverhalten“ Teil 1-3 in diesem Blog und auf meine „Grundsätze zur guten Zusammenarbeit“ auf meiner Praxis-Homepage.

Eine Patientin, die wirklich „grundsätzlich zufrieden“ ist, würde eine Unstimmigkeit dieser Art in unserer Praxis mir bzw. spätestens meinen Mitarbeiterinnen gegenüber ansprechen und mir die Chance einer Klärung geben.

Über eventuelle Reaktionen auf meinen Beitrag und auf meinen Kommentar bei Jameda werde ich natürlich berichten.

Neuer Service auf meiner Homepage: Der Online-Fruchtbarkeitsrechner!

Sie möchten schwanger werden? Dann können Sie mit dem neuen Fruchtbarkeitsrechner ganz einfach und schnell Ihre fruchtbaren Tage berechnen. Tragen Sie unter dem Link

http://www.frauenarzt-buergstadt.de/service/fruchtbarkeitsrechner.html

das Datum Ihrer letzten Regelblutung und die durchschnittliche Länge Ihres Zyklus ein. Mit einem Klick auf „Berechnung starten“ werden die fruchtbaren Tage berechnet und angezeigt. Auf der Ergebnisseite können Sie eine PDF-Datei exportieren, um diese z. B. auszudrucken. Sie können das Ergebnis unter „Kalenderexport“ auch in einen anderen Kalender (z. B. Google Calendar, Outlook, Apple Kalender o.ä.) übernehmen, so dass die fruchtbaren Tage künftig in Ihrem hauptsächlich verwendeten Kalender stehen – oder unter „Neuer Test“ eine neue Berechnung starten.

Problematisches Patientenverhalten Teil 3

5.)  Unzufrieden mit Vertreter – nichts wie we(g) -chseln!

Um eines vorwegzunehmen: Ich bin heilfroh und immer wieder sehr dankbar, einen so tüchtigen und netten Vertreter wie meinen geschätzten Kollegen Harald Harnack aus Aschaffenburg zu haben! Er entlastet mich alle 2 Wochen für einen Vormittag, bei Urlaub oder Krankheit, und gibt Ihnen (gerade in Akutfällen) die Möglichkeit, einen kompetenten Ansprechpartner in der Praxis zu finden, auch wenn ich selbst nicht anwesend sein kann.

Unterschiedliche Menschen sind aber auch unterschiedliche Persönlichkeiten, und so liegt es in der Natur der Sache, dass die eine oder andere von Ihnen auch mit ihm oder mit mir besser zurechtkommen wird.

Es ist mehr als unfair, wie erst kürzlich wieder geschehen, wenn eine Patientin nach einer Unstimmigkeit mit meinem Vertreter (nicht mit mir!) einfach Knall auf Fall den Arzt wechselt, ohne erst mich angesprochen oder zumindest bei meiner Helferin um einen Folgetermin bei mir persönlich gebeten zu haben. Diese Möglichkeit hätte ihr in jedem Fall offengestanden. Einige neue Patientinnen hatten auch schon den Ersttermin bei Herrn Harnack, waren aus irgendeinem Grund unzufrieden und kamen zu mir erst gar nicht, ohne mir auch nur im Ansatz die Chance einer Klärung zu geben.

Um es auf den Punkt zu bringen:

Wer von mir behandelt werden möchte, der behandelt auch mich – und zwar mit Respekt!

Wer hierzu nicht bereit ist, und insbesondere, wer einen Arzt nur als beliebig austauschbaren Leistungserbringer betrachtet, der ihm etwas schuldet, nach dem Motto „der lebt ja von  meinem Geld“, “ ich habe ja schließlich Beiträge bezahlt“ usw., der hat die Essenz einer Arzt-Patienten-Beziehung nicht verstanden und wird wahrscheinlich in meiner Praxis ohnehin nicht glücklich werden. So jemand darf gerne von seiner freien Arztwahl Gebrauch machen und sich einen anderen passenden Arzt suchen.

Alle anderen, die meine Arbeit zu schätzen wissen und sich vielleicht sogar ganz bewußt für meine Praxis entschieden haben, weil ihnen meine Behandlungsweise zusagt, bitte ich noch einmal, eine eventuelle Unstimmigkeit immer dort anzusprechen, wo sie entstanden ist:    Waren Sie mit meiner Behandlung, aus welchem Grund auch immer, nicht einverstanden, sprechen Sie bitte mich darauf an! Waren Sie bei meinem Vertreter mit etwas nicht zufrieden, sprechen Sie ihn darauf an, bei meiner Mitarbeiterin handhaben Sie es bitte ebenso.

Wenn jemand den Mut dazu hatte, habe ich es (auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen) noch NIE erlebt, dass wir keine für beide Seiten befriedigende Lösung gefunden hätten. Sie haben immer die Möglichkeit, um einen Termin bei mir persönlich zu bitten (wenn Sie ausschließlich zu meinem Vetreter möchten, ist dies organisatorisch etwas schwierig, da er nicht so oft in der Praxis ist).

6. Als Schwangere mitten im Quartal den Arzt wechseln

Gelegentlich kommt es vor, dass eine Schwangere aus einer anderen Praxis künftig zu uns kommen möchte. Das Recht auf freie Arztwahl ist unbestritten, allerdings sollte es mit Bedacht ausgeübt werden. Ohne gravierenden Grund (wie massivem Vertrauensverlust, der durch ein Gespräch (!) nicht behoben werden kann, Umzug, Erkrankung, die weit entfernte stationäre Behandlung erfordert o.ä.) sollte niemand plötzlich im Laufe einer Schwangerschaft einfach den Arzt wechseln.

Wer dies tut, sollte aus Fairness dem Arzt gegenüber wenigstens den Beginn eines neuen Quartals abwarten. Zumindest gebietet es der Anstand, wahrheitsgemäß anzugeben, wenn im selben Quartal bereits zuvor ein anderer Frauenarzt aufgesucht wurde.

Die Betreuungspauschale für die Schwangerschaft kann in einem Quartal nur ein Arzt gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen – sein nachbehandelnder Kollege geht leer aus! Und erfährt dies möglicherweise erst ein Quartal später, wenn die Schwangere längst entbunden ist.

Bevor mir jetzt der Vorwurf angeblicher „Geldgier“ gemacht wird (den ich entschieden zurückweise!), muss ich darauf aufmerksam machen, dass ein niedergelassener Arzt nicht zuletzt Unternehmer ist, der seine laufenden Kosten hat und wirtschaftliche Aspekte bei seiner Tätigkeit nicht völlig außer acht lassen kann. Auch wenn sie nicht im Vordergrund stehen – Patientenwohl kann nur eine wirtschaftlich gesunde Praxis sicherstellen!

Von der (theoretisch bestehenden) Option, einer Schwangeren, die mitten im Quartal die Praxis wechselt, eine Privatrechnung zu stellen, möchte ich nach Möglichkeit keinen Gebrauch machen. Das setzt aber voraus, dass Schwangere, die aus zwingendem Grund für sich nur die Wahl gesehen haben, mitten im Quartal die Praxis zu wechseln, mich darüber ehrlich und wahrheitsgemäß informieren. Dann können wir eine einvernehmliche Lösung suchen. Bewusst falsche Angaben, die eine Honorarkürzung für mich nach sie ziehen, betrachte ich als Vertrauensbruch, der bei wiederholtem Fehlverhalten der betreffenden Patientin eine Ablehnung weiterer Behandlung nach sich ziehen kann.

Problematisches Patientenverhalten Teil 2

3.  Zu vereinbartem Termin nicht erscheinen

 

Jedem von uns kann es passieren, daß er/sie einen vereinbarten Termin (aus unterschiedlichen Gründen) nicht einhalten kann. Von der plötzlichen Erkrankung (selbst oder Angehörige) über notwendige Überstunden wegen eines dringenden Projekts am Arbeitsplatz bis zu ausgefallenen Rückflügen aus dem Urlaub – die Gründe sind vielfältig.

 

Im Zeitalter des Mobiltelefons gibt es jedoch keine Rechtfertigung mehr, nicht kurz anzurufen und einen vereinbarten Termin abzusagen! Auch im Interesse der wartenden anderen Patientinnen, denen wir vielleicht absagen müssen mit der Aussage “ wir haben leider heute keinen Termin mehr frei!“ ist es ärgerlich, wenn eine oder mehrere Patientinnen ohne Absage einfach nicht erscheinen.

 

Natürlich sind wir alle Menschen, und niemand kann und wird sein Leben immer perfekt organisieren. Daher gilt für mich der Grundsatz „einmal ist keinmal!“. Es gibt jedoch auch Kandidatinnen, bei denen es dreimal oder mehr in Folge vorkommt, daß sie vereinbarte Termine ohne Absage einfach nicht einhalten. Wir behalten uns für die Zukunft vor, in derartigen Extremfällen eine weitere Behandlung wegen fehlenden Vertrauens abzulehnen. Die Fairness nicht nur uns, sondern auch anderen Patientinnen gegenüber gebietet es allen, zum Telefon zu greifen und einen Termin, den man nicht einhalten kann, rechtzeitig abzusagen! Rechtzeitig sind im Regelfall mindestens 24 Stunden vorher bzw. sobald der Hinderungsgrund bekannt ist.

 

4. Schlechte Zahlungsmoral bei Privatrechnungen

 

Wie in meinem Artikel „Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen“ dargelegt, bedrängen wir keine Patientin, eine Zusatzleistung in Anspruch zu nehmen. Wer sich jedoch dafür entscheidet, geht auch die vertragliche Verpflichtung ein, eine dafür erstellte Rechnung fristgerecht zu bezahlen. In der Regel erfolgt dies bar oder per EC-Karte. Eine Überweisung ist aufgrund von schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Die gestiegenen Anforderungen an den Datenschutz haben uns veranlaßt, eine Datenschutzerklärung auszuarbeiten mit der Einwilligung, bei Rechnungsstellung und evtl. Mahnung auch ein Inkassounternehmen mit der Eintreibung ausstehender Rechnungen zu beauftragen. Eine Patientin kann diese Regelung nur ablehnen, indem sie sich zu sofortiger Barzahlung verpflichtet.

 

Privat versicherte Patientinnen erhalten ebenso eine Rechnung gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in der aktuellen Fassung. Da die Erstattungspraxis privater Krankenversicherungen und Beihilfestellen jedoch sehr unterschiedlich ist, weisen wir sowohl im Gespräch als auch an dieser Stelle immer wieder darauf hin, daß Leistungen, die erbracht wurden, unabhängig von einer Erstattung grundsätzlich auch zu bezahlen sind. Wir sind in Konfliktfällen immer (!) gesprächsbereit und haben bisher auch noch praktisch immer eine Lösung im Dialog gefunden. Nicht akzeptieren können wir jedoch das eigenmächtige Kürzen unserer Rechnungen wie es in der Vergangenheit mehrfach vorkam. Hier werde ich in Zukunft auch verstärkt von den Recht Gebrauch machen, eine weitere Behandlung wegen fehlenden Vertrauens abzulehnen (ausgenommen hiervon ist eine notwendige Erstversorgung in akuten Notfällen).

 

 

Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen

Mittlerweile ist es jeder Patientin, die schon einmal bei einer Vorsorgeuntersuchung war, aufgefallen, und das gilt nicht nur für meine Praxis, sondern ohne Ausnahme (!) für die gynäkologischen Praxen aller Kolleginnen und Kollegen, die ich persönlich kenne:

Sie werden, ob durch Flyer oder im persönlichen Gespräch, darüber informiert, dass der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen begrenzt ist auf Leistungen, die „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ und „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“. „Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken (also wir Ärzte! J.St.) und die Krankenkassen nicht bewilligen“. (§ 12 SGB(V), nachzulesen unter   http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__12.html.

Die Entscheidung, ob Sie eine zusätzliche Leistung in Anspruch nehmen und privat bezahlen, treffen ausschließlich und in jedem Fall Sie selbst!

Das folgt allein aus dem Selbstbestimmungsrecht und kann nicht anders sein. Unter diesem Aspekt weise ich auch nochmals entschieden den Kommentar einer Patientin  zurück, man werde in meiner Praxis „fast schon erpresst“ IGeL-Leistungen in Anspruch zu nehmen!  (www.jameda.de vom 28.10.2015)

Eines kann ich jedoch nicht tun: Sie nicht über die Möglichkeit aufklären, dass man zur Frühdiagnostik zusätzliche Ultraschalluntersuchungen der Brust und des Genitales durchführen kann, dass es verbesserte Abstrichtechnik, bessere Stuhltests zur Darmkrebs-Früherkennung etc. gibt! 

Es gab schon dokumentierte Fälle, wo Ärzte dies versäumten und später erfolgreich auf Schadenersatz verklagt wurden. Genau aus diesem Grund lassen wir uns die Aufklärung über diese Möglichkeiten und Ihre Entscheidung dafür oder dagegen auch schriftlich bestätigen.  Weniger gravierend, aber auch bezeichnend, ein Erlebnis aus meiner Praxis:

Eine Patientin, Mitte 20, kommt zur Vorsorge, beschwerdefrei, entscheidet sich gegen den Ultraschall – was nicht zu beanstanden ist. Ich kann keinen auffälligen Befund tasten. Vier Wochen später kommt sie mit Beschwerden, war beim CT, wo eine Zyste am Eierstock festgestellt wurde, und beklagt sich, dass in meiner Praxis kein Ultraschall durchgeführt worden sei!

Nur die unterschriebene Erklärung und der Hinweis, dass sie über die Möglichkeit des Ultraschalls aufgeklärt worden war und sich selbst dagegen entschieden hatte, konnte mich hier entlasten und ließ die Patientin in ihrer latent vorwurfsvollen Haltung auch sofort verstummen!

Oft ist der Vorwurf zu hören, wir Ärzte wollten mit diesen Leistungen „ja nur Geld verdienen“. Wenn Sie ein einziges Wort aus diesem Satz streichen stimmt er – es ist das Wort „nur“!

Eine gute Arzt-Patienten-Beziehung funktioniert niemals einseitig, sondern ist auf Neudeutsch eine „win-win“-Situation: Sie gewinnen zusätzliche diagnostische Sicherheit, der Arzt generiert natürlich Zusatzeinkünfte, die er, wie in meinem Fall, in ein erstklassiges Ultraschallgerät investieren kann. Von der Qualität des Ultraschalls profitieren alle Patientinnen! Auch diejenigen, bei denen der Ultraschall wegen eines auffälligen Tastbefundes oder ausgeprägter Beschwerden über die Krankenkasse abgerechnet werden kann und muss.

Nahezu alle Patientinnen nehmen das, was ich zusätzlich zur Standard-Gynäkologie biete, nämlich Psychosomatik, Ernährung, orthomolekulare Therapie, komplementäre Krebsdiagnostik und ergänzende (nicht alternative!) Therapie  etc. sehr gerne in Anspruch. Zahlreiche Beratungen hierzu erbringe ich (noch) im Rahmen der normalen vertragsärztlichen Sprechstunde.                   Wer im Gegenzug aber grundsätzlich und generell nicht bereit ist, eine Leistung, die medizinisch sinnvoll und wichtig wäre, aber im Sinne der Kassen-Medizin nicht als „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ gilt, auch im Einzelfall privat zu bezahlen, begrenzt das Spektrum dessen, was wir als Ärzte tun können und schließt wichtige, erfolgversprechende Methoden von vornherein aus.

Um eines klarzustellen: Ich werde niemals (!) eine medizinisch notwendige Therapie von einer Zuzahlung abhängig machen (das wäre rechtlich nicht zulässig und auch mit meinem Selbstverständnis unvereinbar).  Wer allerdings immer noch Anhänger der Ideologie ist, ärztliche Tätigkeit müsse von jedem wirtschaftlichen Eigeninteresse frei sein (was praktisch-ökonomisch gar nicht geht!), der wird es zunehmend schwer haben, bei einem Arzt seiner Wahl langfristig qualifiziert betreut zu werden.

Nebenbei: Je nachdem, bei welcher Krankenkasse Sie versichert sind, haben Sie über Bonusprogramme die Möglichkeit, einen Teil der Kosten (im Einzelfall sogar die kompletten Kosten) für bestimmte Vorsorgeleistungen erstattet zu bekommen. Bitte erkundigen Sie sich gegebenenfalls danach.

Um zum Abschluss dieses Artikels noch einmal den Bogen zu schlagen: Ich habe noch nie eine Patientin „fast schon erpresst“, IGeL-Leistungen in Anspruch zu nehmen – das hieße nämlich, dass ich ihr Nachteile angedroht hätte, für den Fall, dass Sie es ablehnt! (Das wäre erstens rechtswidrig und zweitens widerspräche es auch meinem Selbstverständnis)

Umgekehrt werde ich jedoch immer wieder von manchen Patientinnen „fast schon erpresst“, Leistungen zu Lasten der Krankenkasse oder gar unentgeltlich zu erbringen, mit der Drohung, man werde sonst den Arzt wechseln o.ä.

Diese Einstellung, den Arzt als Gegner zu betrachten, dem es unter Erbringung einer möglichst geringen Gegenleistung möglichst viel an Leistung abzutrotzen gilt, werde ich sehr genau beobachten und im Einzelfall auch zum Anlass nehmen, eine reguläre, langfristige Behandlung als federführender Frauenarzt wegen fehlenden Vertrauens abzulehnen – im Interesse der Patientinnen, die meine Arbeit zu schätzen wissen und auch mich immer höflich und mit Respekt behandeln. Ihnen gilt meine Wertschätzung, mein Dank und auch meine Arbeitskraft!

 

Problematisches Patientenverhalten Teil 1

Mit dieser neuen Serie möchte ich alle Patientinnen – und Interessenten für eine spätere Behandlung in meiner Praxis – für ein kaum je öffentlich diskutiertes Thema sensibilisieren, das für meine Arbeit so essentiell ist, wie kaum ein anderes.

 

Teil der von mir oft beschriebenen aktiven Mitarbeit und Mitverantwortung für die Behandlung ist auch die Kenntnis und Vermeidung einiger häufig zu beobachtender Verhaltensweisen, die die Zusammenarbeit massiv erschweren und beeinträchtigen. Ich möchte mit diesen Beiträgen niemandem (!) zu nahe treten!

Wenn Sie zu denjenigen gehören, die sich bewusst für eine Behandlung bei mir entschieden haben, weil Ihnen meine Behandlungsweise und meine Einstellungen zusagen, dann werden Sie mich sicher richtig verstehen.   Wer einen Arzt ohnehin nur als beliebig austauschbaren „Leistungserbringer“ betrachtet und wem beim kleinsten Konflikt nur gleich der Arztwechsel als „Lösung“ einfällt, wird in meiner Praxis sehr wahrscheinlich sowieso nicht glücklich werden.

1.) Negativbewertungen bei Ärzte-Bewertungsportalen

Wir freuen uns über sachliche Kritik und vor allem natürlich über positive Bewertungen. Wie im Laufe jeder langjährigen Zusammenarbeit, Freundschaft oder Partnerschaft ist es allerdings unvermeidlich, dass auch einmal eine Unstimmigkeit, Meinungsverschiedenheit oder ein kleinerer Konflikt auftritt.

Hier machen nun manche Patientinnen zwei entscheidende Fehler:

a) Den Grund für ihre Unzufriedenheit oder Frustration nicht uns gegenüber ansprechen. Wenn Sie dies tun und uns im Dialog die Chance einer Klärung geben, findet sich fast immer eine Lösung!

b) Nicht bei uns, sondern extern über ihre Unzufriedenheit sprechen. Natürlich können wir auch die externe Kommunikation über unsere Praxis niemandem verwehren; aber im Sinne der Fairness sollten Sie ein Problem bitte immer zuerst bei uns ansprechen! Findet sich dann keine einvernehmliche Lösung (was ich persönlich, wenn eine Patientin den Mut hierzu hatte, noch NIE erlebt habe!), können Sie immer noch eine negative Bewertung in ein Internetportal einstellen oder einen Wechsel der Praxis in Erwägung ziehen.

2.) Unsachliche und missverständliche Wortwahl

In der neuesten Bewertung meiner Praxis findet sich die Feststellung einer Patientin, mein Personal sei „unterste Schublade“. Derart unsachliche Kritik nützt niemandem, ganz abgesehen davon, dass der Grat zwischen erlaubter Meinungsäußerung und verbotener Schmähkritik bzw. Beleidigung sehr schmal ist und auch für die Patientin Konsequenzen haben kann.

Die Einordnung „unterste Schublade“ muss ich ebenso entschieden zurückweisen wie die Formulierung, man werde bei Vorsorgeuntersuchungen „fast schon erpresst“, eine Igel-Leistung in Anspruch zu nehmen! Bitte lesen Sie bei Interesse zu diesem Thema meinen in Kürze folgenden Blog-Artikel  „Ein offenes Wort zum Thema IGeL-Leistungen“.

Die Autorin des Beitrages betont, wenn sie mit meiner Behandlung nicht so zufrieden wäre, hätte sie bestimmt schon längst gewechselt. Leider bekam ich auf meine Anfrage über das Bewertungsportal bislang keine Antwort, die mir die Chance eines persönlichen Gespräches und vielleicht einer Klärung gegeben hätte.

Bitte bedenken Sie vor einer solchen Negativäußerung auch, dass auch wir als Ärzte bei offensichtlich fehlendem Vertrauen das Recht haben, eine reguläre Behandlung abzulehnen (ausgenommen ist nur eine notwendige Erstversorgung in akuten Notfällen).

Wenn Sie in den Fortsetzungen eine Verhaltensweise erkennen und bemerken „oh, das habe ich auch schon einmal gemacht!“ – ausgezeichnet! Nur was Sie bemerken, können Sie verbessern – und nur Verbesserungsbedarf in unserer Praxis, den Sie uns mitteilen, können wir auch konstruktiv nutzen.

Impressum

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Informationen gemäß § 5 TMG

Praxis
Dr. med. Joachim Stein
FA für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Miltenberger Str. 23
63927 Bürgstadt
Deutschland

Telefon: +49(9371)6081
Telefax: +49(9371)65668
E-Mail: praxis@frauenarzt-buergstadt.de
Homepage: http://www.frauenarzt-buergstadt.de

Zuständige Ärztekammer:
Bayerische Landesärztekammer: www.blaek.de

Zuständige Kassenärztliche Vereinigung:
Kassenärztliche Vereinigung Bayerns www.kvb.de

Berufsbezeichnung:
Arzt (verliehen in Deutschland)

Berufsrechtliche Regelungen:
Die Berufsordnung ist zu beziehen, beziehungsweise einzusehen bei der zuständigen Ärztekammer www.blaek.de

Redaktionell Verantwortlicher: Dr. med. Joachim Stein

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Nehmen Sie noch neue Patientinnen?

Diese Frage wird mir regelmäßig gestellt. Immer wieder höre ich davon, wie viele Praxen von Kollegen bereits einen Aufnahmestop haben, und wie schwierig es ist, Termine bei Fachärzten zu bekommen.

Ich habe hierzu eine ganz klare Einstellung: Meine Praxis wird weiterhin zugänglich bleiben, und ich beantworte die Frage mit einem klaren, grundsätzlichen Ja!

Allerdings setzt eine Behandlung in meiner Praxis – Notfälle, Notdienst und Vertretung ausgenommen – eine vertrauensvolle und von Ihnen aktiv mitgestaltete Zusammenarbeit voraus. Sie sollten daher die Grundsätze zur guten Zusammenarbeit, gelesen, verstanden und verinnerlicht haben.

Wenn Sie bei der Lektüre denken „interessant, aber das ist doch eigentlich selbstverständlich!“ – perfekt, dann brauchen wir nicht weiter zu reden. Herzlich Willkommen!

Wenn Sie denken, „hm, das habe ich so noch nie betrachtet – aber eigentlich hat er recht!“, wird die Zusammenarbeit wahrscheinlich auch funktionieren. Fragen zu unseren Regeln beantworten wir gerne.

Falls Sie sich mit den hier dargelegten Grundregeln, die unabdingbare Basis meiner Arbeit sind, allerdings überhaupt nicht identifizieren können, sind Sie wahrscheinlich in einer anderen Praxis besser aufgehoben – insbesondere dann, wenn Sie zu denjenigen gehören, die einen Arzt gar nicht als Person wertschätzen, sondern ihn nur als beliebig austauschbaren Leistungserbringer betrachten.

Die Gruppe von Patienten mit dieser Einstellung, die bei der geringsten Unzufriedenheit oder beim kleinsten Mißverständnis, ohne diese jemals angesprochen und eine Klärung auch nur versucht zu haben, gleich hemmungslos den Arzt wechselt und mir und meinem Team gleich mit latenter Feindseligkeit begegnet, wird es in den kommenden Jahren immer schwerer haben, noch einen Arzt zu finden.

Ein Patient ist mehr als ein Kunde, und ein Arzt ist auch mehr als ein herkömmlicher Dienstleister. Sehen Sie sich hierzu bitte bei Bedarf noch einmal mein Video auf der Praxisseite an.

Das Zeitalter von Passivität und Konsumentenhaltung geht zu Ende, die Ära von Mitarbeit und Eigenverantwortung hat begonnen. Der Arzt, wie ich ihn verstehe, geht über seine traditionelle Rolle hinaus und wird zum Gesundheitscoach und Berater, der Menschen mit integrativen Ansätzen von Schul- und Komplementärmedizin sowie unter Einbeziehung der spirituellen Dimension hilft, in ihre eigene Kraft zu kommen.

Die Entscheidung, die nur Sie selbst treffen können, lautet: Sind Sie offen für neue Wege? Oder fühlen Sie sich in der traditionellen passiven „Patienten“-rolle wohler?

Momentan funktioniert diese noch begrenzt. Wer jedoch – wie ich es nenne – den „Traum von der halben Patientenmündigkeit“ träumt und nur Mitbestimmung einfordert, aber keine Mitverantwortung übernehmen will, wird im Gesundheitssystem der nächsten Jahre vermutlich unsanft aus diesem Traum erwachen.

Die deutsche Gesundheitspolitik wendet das altrömische Prinzip „divide et impera“ – teile und herrsche – gerade vielfältig an: Schulmedizin gegen Komplementärmedizin, niedergelassene Ärzte gegen Klinikärzte, Hausärzte gegen Fachärzte etc.

Die schlimmste und gefährlichste aller Spaltungen ist jedoch die Spaltung Arzt gegen Patient. Da auch wir Ärzte immer wieder Patienten sind – jeder von uns war auch selbst schon bei Kollegen in Behandlung! – liegt es in unser aller Interesse, dieser Spaltung entgegenzutreten. Weitere Beiträge hierzu folgen; bleiben Sie dran!

Wie Sie meine Praxis finden

Kommen Sie auch manchmal mit Wegbeschreibungen nicht gut zurecht? Im Zeitalter von Internet-Routenplanern und Navigationssystemen herrscht an Informationen,  wie Sie eine bestimmte Adresse finden, kein Mangel.

Das Problem ist oft eher die Umsetzung.  Ich habe mich daher entschieden, das Thema einmal ganz anders anzupacken, nämlich in Form eines Videos.

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